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Rückblick 2017


PETER GAYMANN - SINNVOLL mit HUMOR und WITZ

 

Einer der erfolgreichsten deutschen Cartoonisten mit dem Pseudonym P.Gay, geboren in Freiburg, hat mit seinen Zeichnungen die Herzen der Leser erobert. Treffsicher, verschmitzt und immer sympathisch versteht Peter Gaymann menschliches Verhalten aufzuzeigen. Seine aquarellierten Federzeichnungen zum Thema „Die Paar Probleme“, welche regelmässig in der Zeitschrift „Brigitte“ erscheinen, spiegeln humorvoll das Zwischenmenschliche im Alltagsleben. Menschliche Charakterzüge tragen seine Kunstfiguren, die witzigen gelben Hühner, zu denen sich zuweilen das Schwein gesellt. Seit Mitte der Achtzigerjahre wurde das Huhn in Millionenauflagen zu Gaymann‘s Markenzeichen. Als genauer Beobachter und viel auf Reisen, ist er stets mit Stift, Pinsel und Aquarellblock unterwegs. Davon zeugen seine einfühlsamen und voll emotionaler Hingabe gemalten Reiseskizzen. In Gaymann’s Ausstellung im AU6 Raum für Kunst Reinach, vom 19.11. bis 17.12., sind der Weihnachtszeit gemäss auch Cartoons über die Freuden und Leiden des Weihnachtsmanns zu sehen.



   

Peter Gaymann

Peter Gaymann bekannt unter P.GAY wurde 1950 in Freiburg im Breisgau geboren.

Anfang der Siebziger Jahre studierte er Sozialpädagogik. Bis Mitte der 70er Jahre arbeitete er als Kunsterzieher und Sozialpädagoge. In dieser Zeit entstanden Zeichnungen für Zeitungen und Flugblätter. Dann folgte der Schritt in die freiberufliche Tätigkeit als Cartoonist und Illustrator.

Ein durchschlagender Erfolg war 1984 die Veröffentlichung des Cartoonbands „Huhnstage“.

In den Jahren zwischen 1986 und 1991 lebte er mit seiner Familie in Rom. Nach seiner Rückkehr liess er sich in Köln nieder.

Die Hühner wurden zu seinem Markenzeichen und bis 2015 veröffentlichte Gaymann über 70 Bände allein zum Publikumsliebling „Huhn“. Bücher, Poster, Postkarten, Kalender, Tassen, Handtücher und Uhren mit Hühnern, trugen zum Erfolg bei.

Sein Werk wurde 2014 mit Sonderpostwertzeichen der Deutschen Post gewürdigt.




SYMBIOSE MENSCH UND NATUR





Haltung und Wesen eines Bildhauers müssen reflektieren, um damit den Skulpturen eine realistische Präsenz zu verleihen. Dies ist besonders sichtbar in den Werken des Bildhauers Clemens Heinl. In seinem Studium und als Meisterschüler bei Prof. Wilhelm Uhlig an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg wandte er sich der figürlichen Plastik zu, gewissermassen eine Absage an die abstrakten Strömungen der Bildhauerei des 20. und 21. Jahrhunderts. Den Werkstoff Holz, zumeist sind es riesige Pappelstämme, bearbeitet er mit der Kettensäge, um dann mit unterschiedlichem Werkzeug charakteristische Figuren heraus wachsen zu lassen, die er dann häufig bemalt. Aufmerksam gibt er den Strukturen Raum, macht sie zum sichtbaren charakteristischen Ausdruck. Menschlich, emotional anrührend begegnen sie dem Betrachter, und spürbar werden die plastische Kraft, die Präsenz der Körper und das sensible Erfassen von Befindlichkeit. Bei ihm Modellsitzen ist ein spannendes Erlebnis, denn er ist ein genauer Beobachter. Skizzen und Fotos von Begegnungen mit Menschen bearbeitet er in der Zurückgezogenheit seines Ateliers. Dabei entstehen neben den reinen Holzarbeiten materialkombinierte Werke in Holz und Bronze.



   

Clemens Heinl

Clemens Heinl wurde 1959 in Schwabach geboren und lebt dort.

Zwischen 1974 und 1978 machte er eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker. Diesen Beruf verfolgte er bis 1986.

Sein Studium der Bildhauerei begann er 1986 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1991 war er Meisterschüler bei Prof. Wilhelm Uhlig.1992 schloss er die Bildhauerausbildung ab und lebt seither als freischaffender Bildhauer in seiner Heimatstadt.

Bereits 1994 wurde ihm der Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten überreicht.

Das Karl-Rössing-Stipendium von 1996 an der Akademie der Schönen Künste in München war eine besondere Ehre.

2002 erhielt er den Lehrauftrag an der Fachhochschule Coburg, und 2005 den Kunstpreis der Stadt Kulmbach.

Die Nürnberger Nachrichten verliehen ihm 2007 den Anerkennungspreis.

Bildhauersymposien in Deutschland und der Türkei waren wichtige Meilensteine in seiner Entwicklung. Seit 1991 erfolgten zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Polen, Mazedonien und der Türkei. Clemens Heini präsentiert erstmalig eine Auswahl seiner Werke in der Schweiz, in den Innen- und Aussenräumen von AU6 Raum für Kunst Reinach mit Ina Kunz.



Ina Kunz

Geboren 1940 in Wuppertal, Deutschland

Aufgewachsen und Schulen in Bad Langensalza und Wuppertal

Die künstlerische Ausbildung erfolgte an der Werkkunstschule Wuppertal, an der Schule für Gestaltung Basel sowie div. Weiterbildungen. Am IPF Liestal schloss sie die Ausbildung zur Kunsttherapeutin ab, und für Gestalttherapie an der Akademie Remscheid.

Mitglied der GEDOK, der IAPMA, der SPH, dem Forum Bild, Druck und Papier sowie dem AdS.

Ina Kunz lebt seit 1964 in Reinach, wo sie ihr Atelier hat.

Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Hoch- und Tiefdruck, PaperArt, Malerei, Collage und Installation.

Seit Mitte der 90er Jahre befasst sie sich mit dem Medium Papier, ein Schwerpunkt ihres Schaffens.

Ihre Werke zeigt sie seit 1995 in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Ankäufe:

Experta Treuhand Basel; Credit Suisse Basel, Akademie Remscheid; UPK Basel, Dexia Privatbank Schweiz Basel; Ricola Laufen, PBL Liestal.

Ganzheitliches Denken hat Ina Kunz beeinflusst, um ihre grafischen Arbeiten auf selbst geschöpftes Papier zu drucken. Fasziniert vom weitem Spektrum der Möglichkeiten, die Papier als Ausdrucksmittel hat, wendete sie sich Ende der Achtzigerjahre dem künstlerischen Gestalten mit Pulpe (flüssige Papierfaser) zu. So begegnet man in ihren Ausstellungen Werken, die aus Naturmaterialien geschaffen, eine subtile Ausdruckskraft haben. Beeindruckt von Landschaften, insbesondere den Vulkanlandschaften, entstehen immer wieder Bilder, in die auch die authentischen Materialien eingefügt sind. Die Mixed Media Werke haben eine starke Faszination, die im Betrachter Erinnerungen an eigene Erlebnisse wach rufen.







Rückblick 2016


UNBESCHREIBLICH WEIBLICH





Ina Kunz

Geboren 1940 in Wuppertal, Deutschland
Aufgewachsen und Schulen in Bad Langensalza und Wuppertal

Die künstlerische Ausbildung erfolgte an der Werkkunstschule Wuppertal, an der Schule für Gestaltung Basel sowie div. Weiterbildungen Am IPF Liestal schloss sie die Ausbildung zur Kunsttherapeutin und für Gestalttherapie an der Akademie Remscheid in Remscheid ab.
Mitglied der GEDOK und IAPMA

Ina Kunz lebt seit 1964 in Reinach, wo sie ihr Atelier hat.
Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Hoch- und Tiefdruck, PaperArt, Malerei, Collage und Installation.
Seit Mitte der 90er Jahre befasst sie sich mit dem Medium Papier, ein Schwerpunkt ihres Schaffens.

Seit 1995 zeigt Ina Kunz ihre Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Ankäufe:
Experta Treuhand Basel; Credit Suisse Basel, Akademie Remscheid; UPK Basel, Dexia Privatbank Schweiz Basel; Ricola Laufen, PBL Liestal.

Faszination Papier
Papier ein faszinierendes Medium

Ganzheitliches Denken hat Ina Kunz beeinflusst, ihre grafischen Arbeiten auf selbst geschöpftes Papier zu drucken. Fasziniert vom weitem Spektrum der Möglichkeiten, die Papier als Ausdrucksmittel hat, wendete sie sich Ende der Achtzigerjahre dem künstlerischen Gestalten mit Pulpe (flüssige Papierfaser) zu. So begegnet man in ihren Ausstellungen Werken, die aus Naturmaterialien geschaffen, eine subtile Ausdruckskraft haben. Die konstruktiv-konkrete Kunstrichtung verfolgt die Künstlerin beim Thema "Farbe Fläche Raum". Pulpe und Pigmente gegossen, erzeugen dabei eine perspektivische Wirkung.
In dieser Ausstellung zeigt Ina Kunz die Serie "Flowers", dreidimensional scheinen die Blumen aus der Leinwand hervor zu treten.
So gelingt beiden Künstlerinnen eine harmonisches Zusammenspiel im "unbeschreiblich weiblich"(en).


Elena Lichtsteiner

Geboren 1957 in Andernach, Deutschland
Aufgewachsen in Sao Paulo, Brasilien (1960 bis 1979)
Mitglied der SGBK

Die künstlerische Ausbildung erfolgte bei den Eltern, dem Maler und Graphiker Kurt Bielecki sowie der Malerin und Porträtistin Martha Bielecki-Kassel.

Elena Lichtsteiner lebt seit 1979 in Basel und ab 1987 in Arisdorf nähe Basel, wo sie ihr Atelier hat.
Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Malerei, Radierung, Keramik, Handweberei.

Seit 2008 hat sie den originellen Weg zu Skulpturen aus Papier entdeckt und verfolgt diesen.
"Ich gestalte mit grosser Freude Frauenfiguren aus einer selbstentwickelten, Papiermaché-ähnlichen Technik."

Seit 2010 zeigt sie ihre Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen.

Werke im öffentlichen Raum:
Regierungsgebäude Liestal
Schule für Sozialpädagogik Basel
Röm.-kath. Kirche Muttenz

Women only
Wenn Mode in die Nähe der Kunst rückt.

Bilder des Weiblichen begegnen uns auf vielfältige Weise, mal als Gegenstand kontroverser gesellschaftlicher Diskurse, als attraktive Sexgöttinnen, als magere Models oder in der Kunst als destruierte Frauenkörper. Die Darstellungsvarianten sind weit gespannt. Erotische Verführung, häusliche Verfügbarkeit oder offensiver Emanzipationswille sind die unzähligen Bilder, mit denen Frauen dargestellt werden. Das alles berührt Elena Lichtsteiner nur am Rande, sie gestaltet ihre eigenen Frauenfiguren. Selbst- und Modebewusst, zuweilen mit frecher und flippiger Eleganz scheinen sie im Moment einer Bewegung inne zu halten. Die Leichtigkeit ihrer Schritte auf High-heels, der Schwung eines Glockenrocks, die kessen Accessoires - das alles sind Momentaufnahmen, denen die Künstlerin ihre ganze Aufmerksamkeit schenkt.


Patricia Kunz

Patricia Kunz, 1976 in Basel geboren, besuchte bereits während ihrer beruflichen Ausbildung den Gesangsunterricht. Später liess sie sich u.a. bei Annette Riesterer und Thomas Reck an der Musikwerkstatt Basel weiter ausbilden. Seit vielen Jahren singt sie in verschiedenen Bands als Backing-Vocal und als Solistin. Seit 2005 steht sie zusammen mit Pat`s Bigband auf der Bühne.






INSPIRATION IN STAHL





Housi Knecht

Geboren 1951 in Bern
Aufgewachsen und Lehre als Maschinenmechaniker in Bern
1971 nach Australien ausgewandert
1974 eigenes Atelier in Bern
1976 Reisen nach Russland, Japan, Hongkong und Aufenthalt in New York
1983 Performance "Kultigator" ( der Fernsehfresser)
1991 Bärama zum 800 Jahr Jubiläum von Bern
1995 Cats Skulpturen Ausstellung im Shoppy
1997 Music ART Montreux
2002 Water-Light-Sculptures ART Dubai
2006 ART Palm Springs, USA
2006 Water-Light in Harmonie, Louxembourg
2008 Art on Top, Jungfraujoch
Darauf folgen weitere Performances, Skulpturenausstellungen, Aufträge der Stadt Bern (Berner Bär), Privaten, darunter sind zahlreiche Prominente und Firmen.
Seine Eisenplastiken sind an vielen Orten in der Schweiz anzutreffen. Als international bekannter Künstler sind seine Werke vertreten: in Antwerpen (Holland), an mehreren Orten in North Carolina, Nantucket in Massachusetts, IDC ( Internationales Design Center) In Naples Florida, Schloss Breuil in der Normandie und Cannes, in Cima (Italien), Leipzig, Fulda, Koblenz und München sowie in Oman und Dubai.

Heute lebt Housi Knecht mit seiner Familie im Schlössli Rubigen bei Bern.

Dem Stahl Lebendigkeit geben

Wasser-Licht-Skulpturen

Stahl und Eisen sind der Inbegriff von Härte, kaum zu verbiegen, selten zu bändigen oder gar Lebendigkeit einzuhauchen. Housi Knecht kann es! Schon in seiner Kindheit erlebte er, wie sein Vater der Schmied, mit der Hitze, dem Feuer und der ihm eigenen Kreativität, Eisen zu etwas Besonderem formen konnte. Housi Knecht hat es im Blut und einen unverwechselbaren Ausdruck gefunden. Jack Welch begeistert von Knechts Skulpturen sagte: "Seine Skulpturen vereinen ruhige Schönheit und Muskelkraft, was sie mit Wasser, dem Lebensquell, und Stahl, einem der unzerstörbarsten Elemente der Erde, vermitteln." Hinzukommen Feuerskulpturen, in denen der Künstler das Element Feuer, was ihm zum formen seiner Werke dient, auf einer Fläche seiner Skulptur entfacht. Auch dabei entsteht eine Symbiose von Härte und Schwere zu Bewegtem und Schwebendem.

Seinen Werken gehen immer Skizzen und Zeichnungen voraus, die manchmal länger in der Schublade liegen, oder schnell umgesetzt werden, davon werden einige in der Ausstellung, gezeigt. Im Galerieraum und Garten von AU6 Raum für Kunst Reinach werden Eisenskulpturen in unterschiedlichen Grössen und Ausführungen präsentiert.

Tauchen Sie ein in die Werke von Housi Knecht:

Kurt Wicki Saxes

Kurt Wicki spielt seit vielen Jahren Tenor und Alto Sax in verschieden Bands oder auch Solo zu Musik ab Playback welche die Stilrichtungen Big Band, Jazz, Rock, Blues und Funk umfasst.

Am liebsten improvisiert er in diesen Stilrichtungen. Es fällt ihm aber auch leicht sich in eine Band zu integrieren und streng nach Noten in einem 5 Stimmigen Saxophonsatz oder im Bläsersatz die Background-Riffs zu spielen.











Rückblick 2015






In den Räumen von AU6 zeigen im sechsten Jahr seit der Gründung Florence Rometsch, Martine Rhyner und Ina Kunz ihre Schuh-Werke. Jede dieser Künstlerin hat eine eigene Zugehensweise, eine spezielle Affinität zum Thema Schuhe.

Zu allen Zeiten haben die Menschen versucht ihr Füsse zu schützen. Bei den ägyptern und später bei den Römern waren sie Ausdruck der sozialen Stellung und Macht. Wieso für viele Frauen Schuhe das Objekt ihrer Begierde ist, und ob dies genetisch, gesellschaftlich, modisch oder psychisch bedingt ist, hat die Wissenschaft noch nicht erklären können.

Verwandlung ERDE Florence Rometsch

Steinzeugton verwendet Florence Rometsch als Grundmaterial für die Verwandlungsprozesse in ihren Kunstwerken. Ihre phantasievollen Gestaltungen entstehen, indem sie Schicht für Schicht die weiche Tonerde knetet, zu Objekten formt und vielfältige Ausdrucksweisen entstehen lässt. Wie geschichtetes Papier zeigt sich ein fragiler plättchenartiger Aufbau. Stachelige Oberflächenstrukturen verleihen den Objekten eine Mischung von zarten Spitzen, die sowohl als Abwehr, wie auch als Schutz gesehen werden können. In einer Stele in Knotenbandform liegt fest umschlungen ein roter Schuh. Sportschuhe, denen man ansieht, dass sie schon häufig getragen wurden, schicke High Heels und auch herzige Tigerfinkli gehören in das Repertoir der kreativen Künstlerin, deren Professionalität die Bearbeitung von Ton ist. In ihren Objekten wird ihr Bezug zu Australien spürbar, wo sie bereits 2001 mit dem "Ceramic Art Award" ausgezeichnet wurde.

Verwandlung PFLANZE Ina Kunz

Papier ist das Medium, von dessen haptischer Sinnlichkeit Ina Kunz fasziniert ist, mit dem sie Eindrücke, Erfahrungen, Gefühle - ihre eigene Welt zum Ausdruck bringt. Im Laufe der Jahrzehnte hat die PaperArt-Künstlerin ihre Technik im Umgang mit der Pulpe, dem flüssigen Faserstoff aus Pflanzen, immer weiter perfektioniert und ist in ihren Werken in die dritte Dimension vorgedrungen. Sie zeigt in dieser Ausstellung rote Schuhe aus handgeschöpftem Papier geformt. Vom Kleinkinder- oder Sportschuh bis zu High Heels sind alle Schuhe einzigartige Objekte. Schuhe die über das Alter, die unterschiedlichen Moden und den persönlichen Geschmack Aussagen machen. Die Künstlerin hat die Signalfarbe Rot gewählt, weil Rot für Feuer, Blut, Energie, Liebe und ein positives Lebensgefühl steht.

Verwandlung TIER Martine Rhyner

Traumhafte Welten entstehen, wenn Martine Rhyner zu Stiften oder Pinsel greift. Keine zeichnerische Technik ist der Grafikdesignerin fremd. Kreiden, Oel- Acryl- Aquarell- Gouchefarbe und Airbrush weiss sie gekonnt einzusetzen. Symbolische und mystische Gestaltungen, die dem Phantastischen Realismus zuzuordnen sind, entführen in die persönliche Erlebniswelt, in der sich die Künstlerin befindet und den Betrachter mitnimmt.

In den unwirklichen und irrationalen Welten, entstehen mittels einem fotorealistischem Malstil Tierwelten, die sich bei genauerem Hinsehen zu phantastischen Schuhen formen. Reptilien, Vögel und andere Gattungen sind in zarten Farben angelegt, winden sich und verwandeln sich in der noch scheinbaren Bewegung zu einem Schuh.










Ina Kunz zeigt in der Ausstellung Bilder aus der Serie Konstrukt und neueste Arbeiten zum Thema Flowers. Der Skulpteur Beat John verleiht verschiedenen Metallen organische Strukturen, die an Grundformen der Natur erinnern. Beide Künstler treffen auf eine spielerische und phantasievolle Weise und mit völlig unterschiedlicher Materie aufeinander. Damit wird deutlich, wie die spannungsvolle und kreative Hinwendung zum Thema Natur, aus der Sicht von PaperArt bei Ina Kunz und Metallskulptur bei Beat John sein können.

Die Werke von Beat John sind im auch im Gartenbereich von AU6 Raum für Kunst Reinach zu sehen

Aufgeblüht

In den konstruktivistischen Werken von Ina Kunz wird die Klarheit der Farbfelder deutlich, in dem die Künstlerin dem Geist der Materie Raum gibt und dabei wunderbare Flächenstrukturen entstehen lässt. Farbkompositionen, die in ihrer Ausdruckkraft an Landschaften erinnern, mit Rapsfeldern vor dem leuchtenden Blau des Himmels oder einem Strand mit Blick auf das weite Meer.

Mit den Bildern aus der Serie Flowers ist die Künstlerin noch weiter in die Dreidimensionalität vorgedrungen. Formen, die sich aus der Bildfläche erheben, zeigen eine gediegene Farbkomposition und die unerschöpflichen Möglichkeiten, die der Faserstoff Papier zulässt, wenn er nicht als Bildträger, sondern als eigenständiges Material eingesetzt wird.

Für Ina Kunz ist Pulpe, der flüssige Faserstoff Papier, nach wie vor Anlass, immer wieder neue Wege zu gehen und sich von der Materie inspirieren zu lassen, hineinzufühlen und zu spüren, welche kreativen und faszinierenden Gestaltungen zum Werk führen

Der Metallbändiger

Beat John lebt und arbeitet in Bubendorf. Der studierte Wirtschaftspädagoge hat vor acht Jahren seine Leidenschaft für den Werkstoff Metall entdeckt und eine Ausbildung zum Metallplastiker begonnen. Bereits 2010 konnte er seine Werke der öffentlichkeit präsentieren.

Die Skulpturen zeichnen sich durch rhythmische Repetition von Formen und dem Spiel zwischen Symmetrie und Asymmetrie aus. Mit Schweissgerät und Trennschleife bearbeitet er vorwiegend Eisen, Produkte industrieller Fertigungsprozesse und Fundstücke. Diese Fundstücke finden ihren Platz in Stahlschränken, die wenn geöffnet, eine Welt der Phantasie und Poesie offenbaren.

Die Dynamik der wuchtigen Metallskulpturen weiss der Künstler durch seine konsequente Formgebung zu betonen. Die Abstraktion hebt alles Schwere auf und gibt den Werken eine unerwartete Leichtigkeit. Die Lust am Spielerischen und Experimentieren wird spürbar. "Metallbändiger" nennt er sich, weil im Bubendorfer Atelier vage Formen zu einem geometrischen Formenvokabular zusammengefügt werden.






Rückblick 2014





Ina Kunz zeigt in der Ausstellung nicht nur kleinformatige Bilder, sondern aussergewöhnliche Werke, die sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken auszeichnen. Experimentierfreudigkeit aber auch der gekonnte Umgang mit Materialien jeglicher Art, die das breite Spektrum an Erfahrungen zeigen, werden in dieser Ausstellung mit Leichtigkeit und Unbefangenheit präsentiert. Haptische Papierstrukturen, Schichten von Erde, Asche und Sand schaffen effektvolle Farb- und Strukturwirkungen, die aber auch etwas von der Lust am spielerischen gestalten erzählen. Landschaftliche Assoziationen stellen sich ein.Gefässe und Schalen, gestische, dynamisch geschwungene Schriftzüge und kontrastreiche Farben, Formen und Flächen laden zu immer neuen Seherlebnissen ein.











Spiellust und Harmonie bestimmen die Werke des freischaffenden Keramikers Jürg Schneider. Seit dreissig Jahren wohnt und arbeitet er in Brüttelen. Mit steter Lust Neues zu entdecken entstehen in seinem Atelier lebensgrosse Gänse, Schalen, Objekte und seine Räderwerke. Diese Räderwerke haben ihn populär gemacht. Nach seinen Worten hat das Rad den Zweck, Kräfte zu übertragen - aber so fährt er weiter: "sie haben ihre Schuld getan, der Rest ist Musik". Diese tönernen tönenden Räder, mit ihren mal archaischen rissigen, mal eleganten glatten Oberflächen haben ein musikalisches Innenleben. Es sind Klangobjekte, die auf eine leichte Berührung hin an murmelnde Bergbäche, zarttönende Saiteninstrumente oder das Rascheln im Unterholz erinnern. "Handwerk findet zu Musik, Erde zum Klang, Idee zum Körper":


Vielschichtigkeit, Sinnlichkeit und der Bezug zu archaischen Materialien, welche die Menschheit von Anbeginn begleiten, bilden für die Künstlerin Ina Kunz die Grundlagen, die ihre Phantasie beflügeln. Die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit in ihren Werken zeigt eine eigene Dynamik, die eine besondere Plastizität hervorruft. Das Elementare wird spürbar und führt zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren und Unsichtbaren. Zunächst ist es die Pulpe, der Faserbrei, aus dem Papier entsteht die das künstlerische Schaffen von Ina Kunz beeinflusst. Erde und Sand, die in feinen Farbtönen vom Weiss über alle Beige-Brauntöne bis ins Schwarz reichen, Pigmente aus der Pflanzenwelt, Asche von verbrannter Materie sind alles Materialien mit einem starken archaischen Bezug. Die Inspiration zu ihren Werken hat Ina Kunz wie sie sagt: "auf vielen erlebnisreichen Reisen in sich aufgenommen, aber dabei nie vergessen, ihrer inneren Spur zu folgen". In dieser Ausstellung zeigt die Künstlerin beeindruckende Bergwelten oder faszinierende Vulkanlandschaften. "Vulkane sind unberechenbare Schmelztiegel der Schöpfung - Landschaften werden aus Feuer geboren oder zerstört. Urgewalten lassen dichte Wolken aus Asche entstehen. Der Krater schleudert glühende Lava über die Landschaft und glutflüssige Magmamassen wälzen sich abwärts. Von solchen elementaren Ereignissen bin ich zutiefst beeindruckt", sagt die Künstlerin.






Rückblick 2013






Mit der Ausstellung „federleicht II“ setzt sich die Künstlerin Ina Kunz wiederum mit dem Thema der Leichtigkeit auseinander, ganz im Sinne Ihres speziellen Ausdrucksmittels, nämlich dem Papier. Sie arbeitet mit dem Medium Pulpe, dem flüssigen Faserbrei, der facettenreiche und vielseitige Gestaltung erlaubt. In ihre Werke bezieht sie Federn, Gräser, Blätter, Schalen von Zwiebeln oder Spargel, Erde, Sand und viele weitere Naturmaterialien mit ein. Je nach Entstehungsvorgang hat die Oberflächenbeschaffenheit eine besondere Dynamik und Plastizität. Dadurch erhalten ihre Werke eine eigenwillige Ausdruckskraft; geometrische Grundformen und elementare Natur treten in einen spannungsvollen Dialog. Die Künstlerin respektiert das Eigenleben des verwendeten Materials, was einerseits Disziplin erfordert, aber auch spielerische Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt. Sinnliche Vielschichtigkeit, verspielte Faszination und Poesie sind die Merkmale ihrer Papierarbeiten.



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Der schweizerisch-französische, vielseitig begabte Künstler Christophe Hohler präsentiert seine Werke im „AU6 Raum für Kunst Reinach“. Malerei, Zeichnungen, grafische Arbeiten und Skulpturen stehen im Dialog zueinander. Die Betrachtungen zum körperhaften Ausdruck sind im Mittelpunkt und zeigen die Mechanismen körperlicher Kommunikation. Menschliche und physische Zusammenhalte innerhalb von Gruppen oder die Wirkung einer Pose liegen seiner schöpferischen Auseinandersetzung zugrunde. In Hohlers Darstellungen erlebt der Betrachter schemenhafte Prototypen des Menschseins auf mimische Impressionen reduziert, in ihrer essentiellen archaischen Erfahrung – und damit haben die Werke etwas Gewaltiges, Überwältigendes. Hohler überlässt es dem Betrachter, wie weit er sich darauf einlassen will. Nach einer Themensuche befragt sagt er kopfschüttelnd: „Ein Thema ist etwas Intellektuelles, ich bin ein Bildhersteller. Meine Objekte sind Körper, die Intuition und den Drang zum Malen spüre ich ständig in mir, denn ich liebe und mag Bilder. Es ist die Malerei die mich führt, oft wird es zum Duell zwischen mir und der Malerei.“
Hohler ist auf der Suche nach einer Formensprache, die das Mysterium unserer Welt künstlerisch auszudrücken vermag. Dabei sind ihm der körperliche Ausdruck und mimische Akzente wichtiger als eine konkrete Lebenswelt.
So wird figurative Malerei in einer zeitgemässen Art gezeigt. Seine archaischen Ton- und Eisenskulpturen stehen miteinander im Gespräch und einige seiner Bilder führen den Betrachter in einen farbigen jedoch undurchdringlichen Wald.
Hohlers Kunstwerke, ob in der Malerei oder den vielseitigen weiteren Ausdrucksformen, sind Gedanken in Farbe und Form. Doch bevor das Werk in Materie umgesetzt wird, besteht es im inneren Bewusstsein, eine Metamorphose die zur Geste wird und nichts anderes sucht, als die Verbundenheit zwischen Vergessen und Erinnern.

Ina Kunz




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