AU6 - Raum für Kunst Reinach
Statement

AU6 Raum für Kunst Reinach



       

Im Zentrum von Reinach wurde von Ina Kunz im Herbst 2010 der Ausstellungraum „AU6 Raum für Kunst Reinach“ eröffnet. Die Gestalttherapeutin und Künstlerin hatte bis dahin Ihre grosszügigen Räumlichkeiten einzig als Atelier und Praxis genutzt.

Als Kennerin der Reinacher Kunstszene war in ihr die Idee gewachsen, einen Raum zu kreieren, in dem befreundete KünstlerInnen verschiedener Ausrichtungen die Möglichkeit haben, sich „in der Stadt vor der Stadt“ zu präsentieren, zumal eine grosse Gartenfläche für Skulpturen zur Verfügung steht. Dazu sagt die Künstlerin: „Ich freue mich, dass ich den Dingen nachgehen kann, die mir und anderen Menschen Freude bereiten. Herausforderungen sehe ich als Chance Neues zu entdecken und dabei Gutes, Sinnvolles und Zufriedenstellendes zu erreichen.“

Inzwischen haben neben Ina Kunz (Malerei, PaperArt und Installation), Claire Ochsner (Skulpturen und Malerei), Volker Scheurer (Skulpturen), Christophe Hohler (Malerei, Grafik, Zeichnungen und Skulpturen), Lynn Mazzotti (Schmuckdesign), Jürg Schneider (Objekte und Räderwerke), Beat John (Eisenplastiken), Martine Rhyner (Malerei), Florence Rometsch (Skulpturen und Objekte), Housi Knecht (Stahlplastiken) und Elena Lichtsteiner (Skulpturen made of Paper) ihre Werke präsentieren können.


 









Ausstellungen 2017

SYMBIOSE MENSCH UND NATUR





Haltung und Wesen eines Bildhauers müssen reflektieren, um damit den Skulpturen eine realistische Präsenz zu verleihen. Dies ist besonders sichtbar in den Werken des Bildhauers Clemens Heinl. In seinem Studium und als Meisterschüler bei Prof. Wilhelm Uhlig an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg wandte er sich der figürlichen Plastik zu, gewissermassen eine Absage an die abstrakten Strömungen der Bildhauerei des 20. und 21. Jahrhunderts. Den Werkstoff Holz, zumeist sind es riesige Pappelstämme, bearbeitet er mit der Kettensäge, um dann mit unterschiedlichem Werkzeug charakteristische Figuren heraus wachsen zu lassen, die er dann häufig bemalt. Aufmerksam gibt er den Strukturen Raum, macht sie zum sichtbaren charakteristischen Ausdruck. Menschlich, emotional anrührend begegnen sie dem Betrachter, und spürbar werden die plastische Kraft, die Präsenz der Körper und das sensible Erfassen von Befindlichkeit. Bei ihm Modellsitzen ist ein spannendes Erlebnis, denn er ist ein genauer Beobachter. Skizzen und Fotos von Begegnungen mit Menschen bearbeitet er in der Zurückgezogenheit seines Ateliers. Dabei entstehen neben den reinen Holzarbeiten materialkombinierte Werke in Holz und Bronze.



   

Clemens Heinl

Clemens Heinl wurde 1959 in Schwabach geboren und lebt dort.

Zwischen 1974 und 1978 machte er eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker. Diesen Beruf verfolgte er bis 1986.

Sein Studium der Bildhauerei begann er 1986 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1991 war er Meisterschüler bei Prof. Wilhelm Uhlig.1992 schloss er die Bildhauerausbildung ab und lebt seither als freischaffender Bildhauer in seiner Heimatstadt.

Bereits 1994 wurde ihm der Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten überreicht.

Das Karl-Rössing-Stipendium von 1996 an der Akademie der Schönen Künste in München war eine besondere Ehre.

2002 erhielt er den Lehrauftrag an der Fachhochschule Coburg, und 2005 den Kunstpreis der Stadt Kulmbach.

Die Nürnberger Nachrichten verliehen ihm 2007 den Anerkennungspreis.

Bildhauersymposien in Deutschland und der Türkei waren wichtige Meilensteine in seiner Entwicklung. Seit 1991 erfolgten zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Polen, Mazedonien und der Türkei. Clemens Heini präsentiert erstmalig eine Auswahl seiner Werke in der Schweiz, in den Innen- und Aussenräumen von AU6 Raum für Kunst Reinach mit Ina Kunz.



Ina Kunz

Geboren 1940 in Wuppertal, Deutschland

Aufgewachsen und Schulen in Bad Langensalza und Wuppertal

Die künstlerische Ausbildung erfolgte an der Werkkunstschule Wuppertal, an der Schule für Gestaltung Basel sowie div. Weiterbildungen. Am IPF Liestal schloss sie die Ausbildung zur Kunsttherapeutin ab, und für Gestalttherapie an der Akademie Remscheid.

Mitglied der GEDOK, der IAPMA, der SPH, dem Forum Bild, Druck und Papier sowie dem AdS.

Ina Kunz lebt seit 1964 in Reinach, wo sie ihr Atelier hat.

Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Hoch- und Tiefdruck, PaperArt, Malerei, Collage und Installation.

Seit Mitte der 90er Jahre befasst sie sich mit dem Medium Papier, ein Schwerpunkt ihres Schaffens.

Ihre Werke zeigt sie seit 1995 in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Ankäufe:

Experta Treuhand Basel; Credit Suisse Basel, Akademie Remscheid; UPK Basel, Dexia Privatbank Schweiz Basel; Ricola Laufen, PBL Liestal.

Ganzheitliches Denken hat Ina Kunz beeinflusst, um ihre grafischen Arbeiten auf selbst geschöpftes Papier zu drucken. Fasziniert vom weitem Spektrum der Möglichkeiten, die Papier als Ausdrucksmittel hat, wendete sie sich Ende der Achtzigerjahre dem künstlerischen Gestalten mit Pulpe (flüssige Papierfaser) zu. So begegnet man in ihren Ausstellungen Werken, die aus Naturmaterialien geschaffen, eine subtile Ausdruckskraft haben. Beeindruckt von Landschaften, insbesondere den Vulkanlandschaften, entstehen immer wieder Bilder, in die auch die authentischen Materialien eingefügt sind. Die Mixed Media Werke haben eine starke Faszination, die im Betrachter Erinnerungen an eigene Erlebnisse wach rufen.




PETER GAYMANN - SINNVOLL mit HUMOR und WITZ

 

Einer der erfolgreichsten deutschen Cartoonisten mit dem Pseudonym P.Gay, geboren in Freiburg, hat mit seinen Zeichnungen die Herzen der Leser erobert. Treffsicher, verschmitzt und immer sympathisch versteht Peter Gaymann menschliches Verhalten aufzuzeigen. Seine aquarellierten Federzeichnungen zum Thema „Die Paar Probleme“, welche regelmässig in der Zeitschrift „Brigitte“ erscheinen, spiegeln humorvoll das Zwischenmenschliche im Alltagsleben. Menschliche Charakterzüge tragen seine Kunstfiguren, die witzigen gelben Hühner, zu denen sich zuweilen das Schwein gesellt. Seit Mitte der Achtzigerjahre wurde das Huhn in Millionenauflagen zu Gaymann‘s Markenzeichen. Als genauer Beobachter und viel auf Reisen, ist er stets mit Stift, Pinsel und Aquarellblock unterwegs. Davon zeugen seine einfühlsamen und voll emotionaler Hingabe gemalten Reiseskizzen. In Gaymann’s Ausstellung im AU6 Raum für Kunst Reinach, vom 19.11. bis 17.12., sind der Weihnachtszeit gemäss auch Cartoons über die Freuden und Leiden des Weihnachtsmanns zu sehen.



   

Peter Gaymann

Peter Gaymann bekannt unter P.GAY wurde 1950 in Freiburg im Breisgau geboren.

Anfang der Siebziger Jahre studierte er Sozialpädagogik. Bis Mitte der 70er Jahre arbeitete er als Kunsterzieher und Sozialpädagoge. In dieser Zeit entstanden Zeichnungen für Zeitungen und Flugblätter. Dann folgte der Schritt in die freiberufliche Tätigkeit als Cartoonist und Illustrator.

Ein durchschlagender Erfolg war 1984 die Veröffentlichung des Cartoonbands „Huhnstage“.

In den Jahren zwischen 1986 und 1991 lebte er mit seiner Familie in Rom. Nach seiner Rückkehr liess er sich in Köln nieder.

Die Hühner wurden zu seinem Markenzeichen und bis 2015 veröffentlichte Gaymann über 70 Bände allein zum Publikumsliebling „Huhn“. Bücher, Poster, Postkarten, Kalender, Tassen, Handtücher und Uhren mit Hühnern, trugen zum Erfolg bei.

Sein Werk wurde 2014 mit Sonderpostwertzeichen der Deutschen Post gewürdigt.





Anfahrt

AU6 ist zwei Minuten von der Haltestelle Landererstrasse entfernt (Tram 11 und Bus 64).